Mercedes: Rosberg und Hamilton wechseln sich ab

Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Nico Rosberg P2 1:37.743 27 P1 1:37.358 33
Lewis Hamilton P1 1:37.428 25 P3 1:37.649 32

  • Trainingsprogramm: Longruns, Abstimmungsarbeit, Qualifikationssimulation
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Nico Rosberg: "Das Fahrverhalten des Autos unterschied sich zwischen den beiden Trainings wegen der Temperaturen."
  • Lewis Hamilton: "Diese Strecke wird für mich immer etwas ganz Besonderes sein, da ich hier im vergangenen Jahr meinen dritten WM-Titel gewonnen habe."

Im ersten Training stand am Ende eine ganz klare Doppelführung für Silber zu Buche. Doch die Konkurrenz hatte entweder noch nicht alles gezeigt, oder noch härtere Reifen verwendet, sodass sich das Bild erwartungsgemäß im zweiten Training deutlich änderte. Überraschend war, dass zum einen Nico Rosberg in der Nachmittagssession schneller war als Lewis Hamilton und dass auch Daniel Ricciardo den Briten hinter sich lassen konnte.

Red Bull: Ricciardo verhindert Silber-Doppelspitze

Daniel Ricciardo war nur knapp langsamer als RosbergFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Daniel Ricciardo P7 1:39.963 26 P2 1:37.552 33
Max Verstappen P3 1:39.379 28 P5 1:38.258 27

  • Trainingsprogramm: Qualiruns, Setupfindung, Rennsimulation
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Daniel Ricciardo: "In den Longruns waren wir genau so schnell wie Mercedes."
  • Max Verstappen: "Auf eine Runde müssen wir uns noch verbessern."

Bei Red Bull hatte man sich einiges erhofft und auch bisher eine starke Leistung abgeliefert. Trotz der härtesten Reifenmischung im ersten Training belegten Max Verstappen und Daniel Ricciardo die Plätze drei und sieben, was besonders für die Qualifikation eine interessante Erkenntnis ist. Im zweiten freien Training konnte Ricciardo dann sogar die silberne Doppelspitze verhindern. Das ist eine vielversprechende Grundlage für den Samstag.

Ferrari: Balanceprobleme bei Räikkönen

Vettel kam mit dem Setup deutlich besser zurecht als RäikkönenFoto: Ferrari
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Sebastian Vettel P8 1:39.988 15 P4 1:38.178 35
Kimi Räikkönen P4 1:39.407 21 P10 1:38.865 31

  • Trainingsprogramm: Renntests, Reifenanalyse, Aero-Tests
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Vettel hielt im FP1 seinen Rückspiegel auf der Fahrt in die Box
  • Kimi Räikkönen: "Das Ergebnis sieht schlimmer aus, als es ist."
  • Sebastian Vettel: "Das Auto ist noch etwas zu nervös."

Ferrari hatte im ersten Training ein Programm, durch das sie nur wenige Runden absolvieren konnten. Das rächte sich auch im zweiten Training ein wenig. Kimi Räikkönen kämpfte mit der Abstimmung seines Boliden. Sebastian Vettel kam zwar besser zurecht, doch es fehlten ihm trotzdem acht Zehntelsekunden auf die Spitze. Wenn Ferrari bis zum Rennen nicht noch ordentlich zulegen kann, dann wird es nichts mehr mit Platz zwei bei den Konstrukteuren.

Force India: Starker Start ins US-Wochenende

Hülkenberg hatte seine Teamkollegen im GriffFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Nico Hülkenberg P5 1:39.712 27 P6 1:38.508 32
Sergio Perez - - - P7 1:38.568 31
Alfonso Celis P17 1:41.422 27 - - -

  • Trainingsprogramm: Setupfindung, Reifentests, Longruns
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Celis im FP1 im Perez-Cockpit
  • Sergio Perez: "Ich denke wir sind in einer aussichtsreichen Position"
  • Nico Hülkenberg: "Wir hatten keine Probleme und konnten viele Kilometer sammeln"
  • Alfonso Celis: "Es war großartig, so viele mexikanische Fans zu sehen."

Force India begann den Freitag in Austin überraschend stark. Mit den Plätzen fünf und sechs zeigte Nico Hülkenberg, dass mit ihm auch bei unterschiedlichen Bedingungen zu rechnen ist. Allerdings ist noch unklar, wo genau sich Hauptkonkurrent Williams einordnen wird, da sie wie üblich am Freitag ihr Programm absolviert haben, ohne sich um die Zeitenjagd zu scheren.

McLaren: Vielversprechender Freitag

Button war im zweiten Training knapp schneller als AlonsoFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Jenson Button P18 1:41.663 21 P8 1:38.713 29
Fernando Alonso P13 1:40.362 26 P9 1:38.801 29

  • Trainingsprogramm: Reifenvergleiche, Qualifikationsruns, Longruns
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Fernando Alonso: "Wir haben unser Programm absolvieren können und einige Runden abgespult."
  • Jenson Button: "Am Reifenmanagement müssen wir noch arbeiten."

Nach einem verkorksten ersten Training liefen die zweiten Trainingsminuten für die beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Fernando Alonso deutlich besser. Mit den Plätzen acht und neun steht die Aussicht auf weitere Punkte beim USA GP gut. Allerdings muss auch die Strategie stimmen und die Zuverlässigkeit gegeben sein. Mit der Abstimmung der Boliden sind die Piloten bisher auf jeden Fall zufrieden.

Toro Rosso: Unzufriedenheit nach gutem Start

Im ersten Training waren beide Toro Rosso in den Top-TenFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Carlos Sainz Jr. P10 1:40.140 26 P11 1:38.971 31
Daniil Kvyat P9 1:40.131 16 P15 1:39.202 36

  • Trainingsprogramm: Long- und Shortruns, Reifenanalyse, Abstimmung
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Dreher im FP1 von Kvyat
  • Carlos Sainz Jr.: "Von der Leistung sind wir genau da, wo wir es erwartet hatten."
  • Daniil Kvyat: "Ich habe den Halo getestet und es gab keine großen Sichteinschränkungen."

Im ersten Training schafften es beide Toro-Rosso Piloten mit ihren jeweiligen Bestzeiten in die Top-Ten. Umso enttäuschender war es dann, als sie diese Leistung im zweiten Training trotz persönlicher Zeitenverbesserungen nicht erreichen konnten. Im zweiten Training belegte Daniil Kvyat sogar nur die 15. Position. Der Kampf um weitere Punkte sieht anders aus.

Renault: Hoffnung auf Punkte

Magnussen wurde im zweiten Training ZwölfterFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Kevin Magnussen P19 1:41.942 22 P12 1:39.159 23
Jolyon Palmer P21 1:42.332 31 P17 1:39.455 34

  • Trainingsprogramm: Rennsimulationen, Setupfindung, Reifentests
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: Dreher im FP1 und FP2
  • Kevin Magnussen: "Ich denke wir werden um Punkte kämpfen."
  • Jolyon Palmer: "Wir müssen noch etwas an der Abstimmung arbeiten."

Zwei Dreher von Jolyon Palmer waren mit die größten Ausreißer des Trainingstages in Austin. Dennoch reichte es für den Briten zu den meisten Runden. Was die Rundenzeit anging lief es für seinen Teamkollegen Kevin Magnussen aber deutlich besser. Auf dem zwölften Rang verpasste er nur knapp die Top-Ten. Die Punkte sind also in greifbarer Nähe.

Sauber: Positiver Start

Nasr war deutlich schneller als sein TeamkollegeFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Felipe Nasr P12 1:40.287 16 P13 1:39.189 28
Marcus Ericsson P16 1:41.170 17 P21 1:40.219 28

  • Trainingsprogramm: Reifenvergleiche, Abstimmung, Longruns
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Marcus Ericsson: "Insbesondere im zweiten freien Training kam ich mit der Balance des Autos weniger gut zurecht."
  • Felipe Nasr: "Im Moment schauen unsere Rundenzeiten nicht so schlecht aus."

Der Freitag sah besonders für Felipe Nasr vielversprechend aus. Mit den Plätzen zwölf und dreizehn in den beiden Trainings scheint Sauber den Punkten wieder einen Schritt näher gekommen zu sein. Allerdings bleibt abzuwarten, wie viel das Team aus Hinwil im Vergleich zur Konkurrenz noch nachlegen kann. Marcus Ericsson hofft derweil, eine brauchbare Abstimmung zu finden.

Williams: Im ersten Training Pace gezeigt

Im ersten Training war Bottas SechsterFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Valtteri Bottas P6 1:39.776 30 P14 1:39.197 34
Felipe Massa P11 1:40.191 27 P16 1:39.281 30

  • Trainingsprogramm: Longruns, Reifenanalyse, Setup
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: -
  • Valtteri Bottas: "Wir haben alle Reifen analysiert und auch das Halo-System getestet."
  • Felipe Massa: "Wir waren im zweiten Training nicht so konkurrenzfähig, wie wir uns das vorstellten."

Wie immer setzte Williams am Freitag auf die Suche nach der passenden Abstimmung. Die Basis muss im ersten Training aber so gut gewesen sein, dass Valtteri Bottas beinahe zufällig in den Top-Ten landete. Der sechste Platz dort zeigt, wo Williams sich eigentlich aufhalten will. Ob das Team aus Grove aber das Zeug dazu hat, werden wir erst am Samstag sehen, denn die Konkurrenz wird noch nachlegen.

Haas F1: Schwacher Auftakt beim Heimspiel

Gutierrez verlor mehrfach kleine TeileFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Romain Grosjean P14 1:40.826 15 P18 1:39.554 24
Esteban Gutierrez P15 1:40.970 15 P20 1:40.114 26

  • Trainingsprogramm: Reifentests, Neue Teile, Abstimmung
  • Techn. Probleme: Verlorene Teile vom Frontflügel
  • Besonderheiten: -
  • Romain Grosjean: "Die Balance war nicht schlecht, aber uns fehlte einfach die Pace."
  • Esteban Gutierrez: "Die Probleme mit den Aerodynamikteilen haben mein Programm beeinträchtigt."

Denkbar ungünstig begann für Haas F1 das Heimspiel auf dem Circuit of the Americas in Austin, Texas. Statt der erhofften Leistungssteigerung kämpfte das Team darum, die Frontflügel überhaupt ganz zu behalten. Gleich mehrfach vielen während der Fahrt Teile ab, das zweite Training musste deshalb sogar unterbrochen werden. Keine guten Vorraussetzungen, um das heimische Publikum zufrieden zu stellen.

Manor: Direkter Kampf mit Haas

Ocon ist in Austin bisher gut unterwegsFoto: Sutton
Fahrer FP1 Bestzeit Runden FP2 Bestzeit Runden
Esteban Ocon P22 1:43.874 27 P19 1:40.086 27
Pascal Wehrlein - - - P22 1:41.131 31
Jordan King P20 1:42.012 29 - - -

  • Trainingsprogramm: Qualifikationssimulation, Strecke lernen, Setup, Longruns
  • Techn. Probleme: -
  • Besonderheiten: King im FP1 im Wehrlein-Cockpit, Ocon mit Abflug im FP2
  • Esteban Ocon: "Bisher bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden."
  • Pascal Wehrlein: "Ich freue mich auf die nächsten Sessions."
  • Jordan King: "Es war einer der besten Tage meines Lebens."

Bei Manor stand am Freitag ein ziemlich großes Programm an. Nicht nur mussten die Fahrer die üblichen Longruns, Qualifikationssimulationen, Setuparbeit und Reifentests durchführen, sie mussten nebenbei auch wieder eine neue Strecke lernen, denn keiner der beiden Piloten war zuvor auf dem Circuit of the Americas unterwegs gewesen. Die Tatsache, dass Jordan King dann auch noch das erste Training bestritt half Pascal Wehrlein überhaupt nicht. Ob der Deutsche den Erfahrungsvorsprung von Esteban Ocon noch einholen kann?

Rundenprotokolle der Fahrer und Teams

Jolyon Palmer ist ein Fahrer, den wir selten unter den fleißigsten Piloten gesehen haben. In Austin ist er aber nicht nur unter den fleißigsten, sondern der fleißigste Fahrer am Freitag mit 65 absolvierten Umläufen. Knapp hinter ihm, mit nur einer Runde weniger, ist Valtteri Bottas. Bei den Teams hat Williams dann die Nase vorn mit 121 Umläufen. Mercedes und Force India folgen aber knapp dahinter mit 117 Runden.

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